Internationale Projekte

Hamami - Schenk ein Lächeln e.V.

Durch Houma Kustermann, in Rottweil niedergelassene Kinderzahnärztin mit Wurzeln in Kamerun und überzeugte Soroptimistin, kam der Club Villingen-Schwenningen zu einem ungewöhnlichen Auslandsprojekt. Unterstützt wird der von der Clubschwester gegründete deutsch-kamerunische Verein „Hamami“ (übersetzt „Schenke ein Lächeln“), der sich das primäre Ziel gesetzt hat, Kinder mit Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten bzw. angeborenen Gesichtsfehlbildungen zu behandeln.

Houma Kustermann reist zweimal im Jahr auf eigene Kosten mit einem internationalen Expertenteam zu Behandlungen nach Kamerun. Um die teilweise sehr schwierigen chirurgischen Eingriffe und die Folgebehandlungen noch effektiver zu machen, sollen mittelfristig dafür drei Zentren in bestehenden Krankenhäusern aufgebaut werden. Langfristig will Hamami die Ausbildung einheimischer Ärzte und Therapeuten und Fachpersonal sichern, um so die kontinuierliche Behandlung von Betroffenen abzusichern.

Kiefer- und Gaumenspalten sind im Westen Afrikas ein großes Problem. Zu den Operationsterminen in Kamerun kommen auch Eltern mit ihren Kindern aus den Nachbarstaaten Nigeria, Tschad und Gabun. Die Operationen werden mit einer umfassenden Betreuung im Vorfeld und vor allem nach den chirurgischen Eingriffen verknüpft. Besonders wichtig ist eine intensive logopädische Therapie für die Erreichung einer möglichst klaren Sprache nach der Operation.

Die Behandlung von Mädchen ist ein Mittelpunkt der Arbeit, da der Erfolg der Therapie über ihr Schicksal entscheidet. Töchter mit einer Gesichtsfehlbildung haben kaum Chancen auf eine Heirat. Sie bleiben damit ohne existentielle Sicherung und ohne gesellschaftliche Akzeptanz.

Die Soroptimistinnen in Villingen-Schwenningen waren dank eines sehr erfolgreichen Gospelkonzerts in der Lage, „Hamami“ mit einem vierstelligen Betrag zu unterstützen. Mehr Informationen über das Projekt gibt es unter www.hamami.org oder per Mail von Houma Kustermann unter info[at]hamami.org.

abakus e.V. - Chancen für Kinder im Senegal

Trotz Schulpflicht gehen nur etwa die Hälfte der senegalesichsen Kinder tatsächlich zur Schule - vornehmlich die Jungen, da für Mädchen nach wie vor gilt, daß Heiraten und Kinder bekommen Priorität hat.
Die private Schule "Cours Privés Natangue", in die die von abakus geförderten Kinder geschickt werden, liegt mitten im Stadtzentrum von Keur Massar (400.000 Einwohner) im Norden Senegals. Sie wurde im Jahr 1999 von einem Lehrerkollegium gegründet. Eröffnet hat die Schule vor Beginn des Schuljahres 1999/2000 und verzeichnet seitdem eine ständig wachsende Schülerzahl.

Im Schulgebäude sind zur Zeit alle Klassen der Primar- und Sekundarstufe untergebracht. Beim letzten Besuch von abakus im Schuljahr 2010/11 gab es sechs Klassen (Klassenstärke zwischen 25 bis 30 Schüler), die von sechs Volksschullehrern und einer Aushilfe unterrichtet wurden (drei Frauen und vier Männer). Alle Lehrer sind festangestellt, die Lehrer der Sekundarstufe sind verbeamtet und tragen den Titel "Professeur", während die Volksschullehrer "Instituteur" genannt werden.
Die Gesamtschülerzahl der Schule betrug im Schuljahr 2010/11 um die 560 SchülerInnen. Beim jüngsten Besuch von abakus im Schuljahr 2017/18 besuchten insgesamt um die 900 Kinder diese Schule, die inzwischen von 56 Lehrkräften gehalten wird.
abakus e.V. kann aktuell 18 schulpflichtigen Mädchen und einem Jungen den Besuch dieser Privatschule ermöglichen, u.a. durch eine sehr großzügige Spende des SI Clubs Villingen-Schwenningen.

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.abakus-ev.de


Top